Pferdeschutz in RLP - Möglichkeiten und Probleme
In Rheinland-Pfalz leben mittlerweile 50.000 Pferde. Leider werden viele dieser Pferde nicht artgerecht versorgt und gehalten. Ein Pferd ist schnell angeschafft, Oft wird es billig abgegeben oder "vor dem Schlachter" geretttet. Leider sind sich viele nicht bewußt, dass Pferdehaltung hohe Kosten, viel Zeit und einen großen Sachverstand erfordert und sind schnell überfordert. Im ganzen Land sieht man vermehrt Pferdehaltungen, die nicht pferdegerecht oder sogar tierschutzrelevant sind.
Die hessische Landestierschutzbeauftragte Dr. Madeleine Martin, die auch als Amtsveterinärin in Rheinland-Pfalz tätig war, wird über die Probleme bei der Pferdehaltung berichten und erläutern welche Möglichkeiten und Probleme es gibt, gegen tierschutzwidrige Haltungen vorzugehen.
Hessen ist eines der wenigen Bundesländer, die das Amt einer Tierschutzbeauftragten eingeführt haben. Seit 1992 wird es von der Tierärztin Dr. Madeleine Martin mit der Unterstützung von drei Mitarbeiterinnen wahrgenommen. Sie wirkt an den tierschutzrechtlichen Bestimmungen des Landes mit, gibt Stellungnahmen und regelmäßige Berichte zu Tierschutzfragen ab, schlägt Erlasse, Landesverordnungen und Bundesratsinitiativen vor. Sie berät Ämter sowie die Öffentlichkeit und arbeitet auch mit Tierschutzorganisationen zusammen. Dabei ist sie frei von amtlichen Weisungen.
Leider gibt es eine solch übergeordnete Stelle in Rheinland-Pfalz nicht. Ansprechpartner ist hier der für den jeweiligen Kreis zuständige Amtstierarzt. Da aber verbindliche Rechtsvorgaben für Pferdehaltung nicht existieren, ist es oft vom Engagement des jeweiligen Amtstierarztes abhängig, ob frühzeitig und zum Wohle der Pferde eingegriffen wird.
Vortrag der Hessischen Landestierschutzbeauftragten - Dr. Madeleine Martin referiert in der Eulenmühle in Ingelheim
15. September 2010, 19.30 Uhr Eulenmühle
Eintritt frei

