Tierschutz
Seit Oktober 2009 werden von Pro Equis e.V. zwei Pferde in der Nachbarschaft gefüttert, deren Besitzer offensichtlich nicht in der Lage ist dies regelmäßig zu tun. Im Januar haben wir dafür gesorgt, dass ein Hufschmied die Pferde behandelt und einer Ziege, die mit einer zweiten und Geflügel ebenfalls auf diesem Grundstück gehalten wird eine Klaue geschnitten wurde, die so lang gewachsen war, das das Tier kaum laufen konnte.
Seit Oktober sind wir in Bezug auf diese Tierhaltung in Kontakt mit dem Amtstierarzt Mainz-Bingen. Die Art der Tierhaltung ist nach behördlichen Gesichtspunkten kein Grund die Tiere dort zu entfernen, da ihr Fütterungszustand ausreichend ist.
Es stimmt schon sehr nachdenklich, wenn Behörden die Anforderungen einer artgerechten Tierhaltung auf ein Minimum reduzieren. (Solange die Pferde nicht verhungert sind, ist alles in Ordnung. Dieser Zustand wird in 14tägigem Abstand überprüft).
Auf der anderen Seite wurde von Seiten der FN in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz voller Stolz auf die Herausgabe der Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltung unter Tiergesichtspunkten hingewiesen. (Vom 9.Juni 2009)
Hier erfährt man alles, was zu einer artgerechten Pferdehaltung gehört. Leider wohl ohne Bedeutung für unseren Beispielfall aus der Nachbarschaft.
Wir bleiben auch hier dran und werden versuchen mit den Behörden ins Gespräch zu kommen, da ganz eindeutig die Grenze, ab wann eine nicht mehr tierschutzgerechte Haltung vorliegt, viel zu niedrig angesetzt wird.
Ein Pferd, dass dauerhaft unzureichend Nahrung erhält, dazu noch in unregelmäßigen Abständen, (max. 1 x am Tag) leidet ganz eindeutig unter Streß und es ist unseren Erachtens keine tierschutzgerechte Haltung gegeben.
Soll die Grenze tatsächlich erst da gezogen werden, wo das Tier akut mit dem Tod bedroht ist ?
Für Anregungen und Kommentare, eigene Erfahrungen etc. sind wir dankbar.
Hochheimer Viehmarkt
Auf unser Schreiben zum Hochheimer Viehmarkt haben wir auch heute, am 10. Februar 2010, leider keine Antwort erhalten.
Ist auch hier die Taktik ignorieren und still halten? Wir bleiben jedenfalls dran und werden dieses Thema rechtzeitig weiter bearbeiten.

